NABU-Podcast: Kuckuck, liebe Hörer!

Weniger Fleisch - mehr Sonntagsbraten

14.01.11, 09:00:00 by nabu-podcast

In den letzten 40 Jahren hat sich der globale Fleischverbrauch mehr als verdreifacht. Im Gegensatz zu den 1950er Jahren stellen für viele Menschen Fleisch und Wurst mittlerweile einen festen Bestandteil der täglichen Ernährung dar. Vielen ist dabei nicht bewusst, dass sie mit ihren Ernährungsgewohnheiten nicht nur oftmals sich selber, sondern vor allem auch der Umwelt schaden. Warum Vegetarier die besseren Umweltschützer sind und Umweltschützer öfters mal Vegetarier sein sollten, erklärt der NABU-Experte für Agrarpolitik, Florian Schöne, im Podcast.

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  1. Lutz sagt:

    Ich kann dem Fazit nicht zustimmen. Bei der Abwägung zwischen dem Offenhalten von Kulturlandschaften und den Tierrechten eindeutig für das Erste zu plädieren, halte ich für falsch. Auch artgerecht gehaltene Kühe und Schafe werden nicht totgestreichelt und sollen, laut NABU, für unseren Gaumenkitzel zur Verfügung stehen. Nein, da bin ich anderer Meinung.

  2. Silke sagt:

    Ich stimme Lutz im Prinzip zu - wer erst einmal die Gaumenkitzel einer guten veganen Küche kennengelernt hat kann auf Tierhaltung auch ganz verzichten. Die Freiheit, sich einer Ernährung "fürs Herz" (nicht im gesundheitlichen Sinn gemeint) zuzuwenden und eingefahrene Gewohnheiten aufzugeben nehmen sich zunehmend mehr Menschen.

    Dem sollten landwirtschaftliche Betriebe Rechnung tragen, indem sie Prinzipien der bioveganen Bewirtschaftung einbeziehen und Lebensmittel ohne Tierausbeutung erzeugen, stattdessen mit pflanzlich-organischen Düngemitteln, wie Mulch, Kompost, Pflanzenjauchen, Gründüngung, Resten aus der Öl- und Weinherstellung und unter Einhaltung sinnvoller Fruchtfolgen.

    Kulturlandschaften können auch offen gehalten werden, indem sie gemäht werden. Die Mahd kann als Mulchmaterial Verwendung finden - das Bodenleben freut sich.

    Eine biovegane Landwirtschaft ist sicherlich nicht nur eine gute regionale Nische für Kleinbauern, die sich von den Machenschaften der Tierfabrikenbetreiber, Gentechniker und Dumpingexporteure abgrenzen wollen.
    Eine Landwirtschaft ohne (Nutz)tierausbeutung ist auch besser vereinbar mit den in folgendem Nabu-Dokument ersehnten artenvielfältigen Magerstandorten, Blumenwiesen, Streuobstwiesen, Buntbrachen etc.
    Kühe und Rinder würden die hübsche Blütenpracht sicher aufessen, bevor sie sich aussamen kann.

    http://nabu-podcast.podspot.de/post/weniger-fleisch-mehr-sonntagsbraten/

    Ich hoffe auf eine baldige Perspektiverweierung beim NABU in diesem Sinne.

  3. Silke sagt:

    Pardon, ich meinte dieses Dokument:

    http://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/landwirtschaft/6.pdf

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