NABU-Podcast: Kuckuck, liebe Hörer!

Vogel des Jahres 2010 - der Kormoran

09.10.09, 10:00:00 by nabu-podcast

Der Kormoran gehört nicht unbedingt zu den Lieblingsvögeln der Bevölkerung. Leider hat er aufgrund seiner Vorliebe für Fisch auch viele Feinde. Nachdem er fast ausgerottet war, hat sich sein Bestand heute wieder stabilisiert. Doch braucht er dringend Freunde. Registrieren Sie sich gleich unter www.kormoranfreunde.de.

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  1. Britta Gronewold sagt:

    Sehr schöner Beitrag! Hab' gespannt zugehört.

  2. Danny sagt:

    Das stimmt allerdings, der Kormoran ist nicht wirklich beliebt! Der Beitrag hat mir aber sehr gut gefallen und kann Britta nur zustimmen.

    Viele Grüße
    Danny

  3. Thomas Kuhl sagt:

    Ich bin ein Natur und Tierschützer und stehe für ein ausgeglichenes Ökosystem in der Tierwelt. Es gibt viele einheimische Lebewesen in unsren Wäldern und Seen, die Natur und die Tierwelt ist das wichtigste was wir respektiern sollten. Aber warum will die NABU einen Vogel schützen der genau das Gegenteil macht und einheimische Fische ausrottet???? Ich möchte dafür gerne mal eine Erklärung um Antwort wäre ich sehr dankbar

  4. Markus Nipkow sagt:

    Kürzlich erschien die neue Rote Liste der Fische. Eindrucksvoll werden dort die Gefährdungsursachen beschrieben, die dazu geführt haben, dass heute rund 55 Prozent aller heimischen Fischarten als bedroht gelten müssen: Es sind (a) der Gewässerausbau, (b) die Wasserkraft und Kühlwassernutzung, (c) Nährstoff- und Feinsedimentbelastung und (d) vermehrt wohl auch der Klimawandel. Besonders die strömungsliebenden und im Kies laichenden Kaltwasserfische sind an Gewässern mit zunehmender Temperatur und Verschlammung, mit aufgestauten Gewässerabschnitten, verbauten Ufern und fehlender Deckung auf Dauer kaum überlebensfähig. Dem entsprechend gingen ihre Bestände zurück, lange bevor das Comeback des Kormorans begann. Eine ökologische Verbesserung der Fischlebensräume, ist deshalb dringend geboten. Verkehrt ist es dagegen zu glauben, mit Kormoranabschüssen einen Beitrag zum Fischartenschutz leisten zu können. Welche Fische in unseren Gewässern leben, beeinflusst heute in erster Linie der Mensch. Nicht der Kormoran.

  5. Christian Engelberg sagt:

    Ich war diese Woche am Altrhein und konnte selbst bei -6C° erleben wie ca. 150 Kormorane ihre Raubzüg?e erledigten. Wenn ich mir überlege, dass ein Kormoran 500 gr. pro Tag frisst, komme ich auf 27,375 Tonnen pro Jahr. Nur bei dieser Kolonie an Kormoranen. Wow!!! Geht selbst mal an die Binnengewässer und schaut euch die Menge der Vögel mal an.

  6. roland sagt:

    Vorschlag für den Vogel des Jahres 2011: Pleitegeier.
    Bin sehr für Natur-und Umweltschutz.
    Leider muß ich feststellen, dass Ihr nicht mehr bemüht seid, etwas in die (meiner Meinung nach) richtige Richtung zu tun. Es geht nur noch um Geld. Seht Euch doch mal Eure Web-Seiten an! Bevor mam das, was man wissen will, was man eingegeben hat, wird man mit Werbung mit Werbung zugeschüttet.
    Zum Kormoran.
    Wer war zuerst da?
    So lange der Mensch nur nach seinen Bedürfnissen gelebt hat, war die Natur im Gleichgewicht.
    Das hat sich geändert, genau wie NABU.
    Es geht nur um Geld.
    Das beste wäre, wir drehen die Uhr um 20.000 Jahre zurück, dann gäbe es genug Fisch und genug Kormorana.

    Lieber Roland,
    auf unseren Webseiten verzichten wir absichtlich auf Werbung, weil wir über unsere Arbeit und Themen rund um Natur- und Umweltschutz berichten wollen. Da wir unseren Mitgliedern und Interessierten aber die Möglichkeit bieten möchte, uns zu unterstützen, bieten wir zum Beispiel Patenschaften an oder die Möglichkeit für verschiedene Projekt des NABU zu spenden. Dabei geht es immer noch um die Sache und nicht nur ums Geld. Für Spenden sind wir natürlich dankbar. Ohne die vielen Helfer und Unterstützer wäre die Umsetzung vieler Projekt schlicht und einfach nicht möglich. Ebenso sind wir natürlich aehr dankbar für all die ehrenamtlichen Arbeitsstunden, die uns unsere Mitglieder täglich schenken.
    Mit freundlichen Grüßen
    Annette Rosendahl

  7. Heps Rainer sagt:

    Wenn ich höre dass der ach so gefährdete Kormoran sich nun glücklicherweise wie er stabilisiert frage ich mich, ob ich hier verarscht werden soll.Wenn jemand sich einmal die Mühe macht und sich eine Brutkolonie anschaut kann er leicht feststellen dass alles Leben rund herum erloschen ist.Durch den ätzenden Kot sind sowohl die Bäume total entlaubt als auch alles pflanzliche Leben darunter gestorben. Weiterhin ist es eine unbestrittene Tatsache dass der Kormoran den Fischbesatz praktisch unmöglich macht, weil er die Besatzfische gleich wegfrisst. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen vergreift sich der Kormoran auch an Fischen die viel zu groß für ihn sind so dass er sie fressen kann. Diese Fische verenden dann elendlich an den ihnen vom Kormoran zugefügten Verletzungen. Alles in allem ein Vogel der nicht hierher gehört, der unsere einheimischen Vögel verdrängt, unsere Fische wie kein anderer Vogel dezimiert und die Umwelt verpestet wird Vogel des Jahres.Das beweist doch dass die meisten Menschen ihren Bezug zur Natur völlig verloren haben oder ganz einfach keine Lust sich mit Ihr ernsthaft zu befassen. Denn auch hier gilt: Die Dosis macht das Gift.

  8. Roland Weber sagt:

    Es ist richtig der Nabu hat den "Vogel des Jahres".

  9. Heinz Reincke sagt:

    Guten Tag,
    bis jetzt fand ich Nabu macht einen guten Job, und ich wollte auch meinen Teil mit einer finanziellen Unterstützung beitragen,wenn ich aber sehe der Kormoran Vogel des Jahres habe ich ab sofort eien Igel im Geldbeutel.
    Der Kormoran der nicht in unsere Landschaft gehört und die Artendiversität unserer noch intakten Gewässer zerstört muss nicht noch gefördert werden.

  10. hans sagt:

    Ich bin selber tierschützer doch kann ich auch die angler und fischzüchter verstehen, da sie sehr hohe verkuste haben und ich denke auch dass man nicht alles verschönern sollte, doch bin ich gegen die abschüsse.

  11. Max Fischer sagt:

    Hallo,
    dieses Podcast zeigt sehr schön den Tunnelblick des NABU: DIE großen Suchmaschinen bieten also Kormoranfeinde als Gegenfrage an, welche denn? Ich konnte den Effekt nur bei einer Suchmaschine finden bei Google, ist inzwischen aber auch nicht mehr so. Bing, Metager, altavista, Fireball, yahoo, Lycos ? tun dies nicht. Google gibt 603 Fundstellen für Kormoranfeinde an - allerdings werden davon allein schon 120 bei ?nabu.de? gefunden.
    Max

  12. Max Fischer sagt:

    Sehr geehrter Dr. Nipkow,
    Sie schreiben: >>Dem entsprechend gingen ihre Bestände zurück, lange bevor das Comeback des Kormorans begann.<<

    Eine Studie des Thüringer Umweltministeriums beschreibt andere Tatsachen:

    Nach dem sehr schnell einsetzenden Rückgang der Gewässerbelastung nach 1990 wurde bis zur Jahrtausendwende fast das gesamte historische Verbreitungsgebiet der Äsche in Thüringen wiederbesiedelt. Eine Vielzahl von Daten belegen jedoch, dass ab ca. 1996 die
    Bestandsdichten deutlich zurückgingen, zunächst nur begrenzt, später in ganz Thüringen.
    Der Trend hält bis heute an. In den meisten Gewässern ist die Äschenpopulation an den
    Rand der Reproduktionsfähigkeit gedrängt bzw. sie muss sogar als zusammengebrochen
    betrachtet werden. In weiten Strecken Thüringer Fließgewässer ist die Populationsdichte der
    Äsche deutlich unter das Niveau von vor 1990 gesunken Mit dem Totalverlust der Art in
    vielen Gewässern aller drei Thüringer Flusseinzugsgebiete muss in nächster Zeit gerechnet
    werden. Dramatisch ist nicht nur die Ausdünnung der Individuenzahl der Teilpopulationen,
    sondern auch die Zerstörung der natürlichen Alterspyramide.
    Die Hauptursache für die negative Entwicklung liegt in der seit 1995 drastisch zunehmenden
    Frequentierung Thüringer Gewässer durch den Kormoran. Der daraus
    resultierende Fraßdruck auf die Äschenpopulation kann nicht mehr kompensiert werden.

    Freundliche Grüße
    Max Fischer

  13. sagt:

    Also ich mag den Kormoran, ein schöner Vogel, auch wenn das Fischer sicher anders sehen ;-) Für nächstes Jahr schlage ich meinen Lieblingsvogel, die Taube vor!

  14. Christoph Schmalfuss sagt:

    Es ist trostlos. Nicht der Kormoran ist das Problem. Das eigentliche Problem ist die Siedlungsdichte einer Bevölkerung, die immer mehr, immer schneller, immer komfortabler, immer billiger leben will, alles nur noch durch die Brille der Ökonomie bewertet und unfähig geworden ist, sich selbst als Teil dieser "Natur" da draußen zu begreifen und die Veränderungen darin als Indikator für den Zustand der Lebensbedingungen, auf die auch wir angewiesen sind!
    Kanalisierte Flüsse und Bäche überall, die großen längst alle degradiert zu Schiffsautobahnen, Verbesserungen nur punktuell - meistens genannt "Ausgleichsmaßnahmen" und nur dort, wo es keine wirtschaftlichen Interessen stört - im Sommer an jeder Pfütze Massenbadebetrieb, Gekreische und Geplansche, oft wird nicht einmal im Naturschutzgebiet darauf Rücksicht genommen (Bsp. Mindelsee am Bodensee), eingezäunte Anglerseen, wo "Naturfreunde" ihrem "Hobby" nachgehen - erst die Fische rein, dann mit der Angel wieder raus - und immer wieder verschmutzte Flüsse und Bäche mit verendeten Fischen.
    Nein, es ist nicht der Kormoran, der Graureiher oder sonst ein Wildtier. Ähnliche Streitereien gibt es auch zwischen Jägern und Förstern und zwischen Jägern und Naturschützern, wenn es um die Wiederansiedlung von Wolf oder Luchs geht. Und wenn sich ein Maulwurf erdreistet, einen seiner Hügel auf einem Golfplatz auszuwerfen, hat er auch keine Gnade zu erwarten (auch schon passiert).
    Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Nein, unser Lebenstil und unsere Anspruchshaltung muss sich ändern. Wir lassen der anderen Kreatur keinen Raum mehr, nicht der da draußen in der "Natur" vor unserer Haustüre und auch nicht der auf der anderen Seite der Erde, die zu Hungerlöhnen unsere Billigklammotten nähen oder unsere Alltagsdrogen Kaffee etc. anbauen.

  15. alex sagt:

    öfter mal was neues, wenn einem sonst nichts einfällt dann halt den komoran.
    vor 6 jahren waren an unserem fluss noch kein komoran zu sehen.
    bestand an graureiher,eisvogel und den gänsesäger als wintergast hervorragend.
    mit ankunft des kormorans hat sich der bestand an äschen und forellen bis auf einen minimalen bestand kontinuierlich verringert.
    kinzig 75 km lang(rheinnebenfluss im schwarzwald), teilstück 4 km bis zu 10 kormorane !

  16. Wolfgang Sostmann sagt:

    Nach meiner Meinung muss die Kormoran Population radikal reduziert werden. Die Jäger sollten eine Abschussprämie von 30? für jeden Vogel erhalten.

  17. Joachim heitz sagt:

    J. Heitz schreibt.

    ist dies Meinungsfreiheit wenn unangenehme Kommentare wie auch beiden Kormoranfreunden umgehend gelöscht werden ?

  18. Frank Riedel sagt:

    Seit einigen Wintern kommt der Kormoran ins Erzgebirge auf der Suche nach Nahrung. In allen Bächen und Flüssen gab es eine starke Abnahme von Bachforellen und Äschen die im Winter 2009-2010 durch eine ständig größer werdende Anzahl der Kormorane ihren Höhepunkt fand. Flüsse und Bäche sind leer, selbst Gründling, Elritze und Bachneunauge, die unter Naturschutz stehen, sind verschwunden. Die Brut der Bachforelle und Äsche des letzten Jahres sind nicht mehr vorhanden. Allein an der Mulde in Aue wurden 500 Kormorane gezählt. Bei einem Bedarf von 500 g Fisch am Tag und dem Durchschnittsgewicht von 400 g einer Bachforelle, 300 g einer Äsche kann man ablesen, welche Ausmaße das auf dieses Gewässer hat, wenn der Kormoran vier Wochen dort seine Nahrung jagt. Wie alle Lebewesen hat auch der Kormoran eine Berechtigung auf seine Existenz, nur sollte das in einem vernünftigen Rahmen sein. Denn Reiher, Eisvogel und Co. haben doch auch das Recht auf Nahrung und alle Fischarten das Recht auf ihre Existenz.

  19. Gerhard Riems sagt:

    der mensch soll endlich aufhören sich in die belange der natur einzumischen.
    er kann nichts korigieren, höchstens verschlimmbessern.

  20. Kaiser sagt:

    Dieser Vogel sollte in seinem bestand deutlich verringert werden..............

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